Auf dem etwa 19 Hektar großen Areal des ehemaligen Nähmaschinenherstellers Pfaff wurde über 100 Jahre lang produziert und die Nähmaschinen weltweit exportiert. Nach der Insolvenz im Jahre 2009 erwarb die Stadt 2015 einen Großteil des Areals. Die ehemalige Industriebrache soll in den kommenden Jahren in das Stadtgefüge integriert und zu einem attraktiven Quartier im Zentrum von Kaiserslautern entwickelt werden.

Das Areal wird durch einen Bahndamm im Südwesten, der Königstraße im Süden und einer Felsabbruchkante im Norden begrenzt. Entlang der Pfaff-Achse sollen quartiersbildprägende Gebäude (u. a. Verwaltungsgebäude) erhalten werden, die zweckmäßig errichteten Industriehallen werden höheren Gebäudeblöcken weichen, sodass ein hoch urbanes Gebiet entsteht.
Eine Herausforderung bei der Entwicklung zum klimaneutralen Quartier stellt die hohe Altlastenproblematik dar. Bodenuntersuchungen zeigten an einigen Stellen Überschreitungen von gesetzlichen Grenzwerten u. a. im Bezug auf Schwermetalle und PAK (polycyclische aromatische Kohlenstoffe). Die hohe Urbanität des Quartiers bei gleichzeitiger Lage am Rande der Innenstadt führt zu einem hohen Energiebedarf innerhalb des neuen Quartiers bei eingeschränkten Möglichkeiten erneuerbare Energien vor Ort zu erzeugen (nur Photovoltaik möglich). Hierdurch ergibt sich eine Energiesenke, also ein Bereich indem deutlich mehr Energie benötigt als erzeugt wird. So muss zusätzlich Energie und Wärme aus dem Stadtgebiet oder Umland zugeführt werden.

Acht Partner*innen entwickeln, demonstrieren und optimieren unter Gesamtleitung der Stadt Kaiserslautern und wissenschaftlicher Leitung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) innovative Technologien. Als Reallabor konzipiert, werden neben technischen auch sozialwissenschaftliche Fragestellungen untersucht. Gemeinsam mit künftigen Investor*innen, Planer*innen sowie Bewohner*innen werden neue Lösungen entwickelt und optimiert sowie untersucht, wie diese sich besser in die Prozesse der Stadtplanung integrieren lassen.

Forschungsschwerpunkte sind:

• Entwicklung von beispielhaften Konzepten in den Sektoren Energie, Mobilität und Digitalisierung
• Entwicklung von Methoden und Werkzeugen zur zielgerichteten integrierten Quartiersplanung und Evaluierung der Vorteile eines solchen interdisziplinären und integrierten Forschungs- und Planungsansatzes
• Untersuchung von Optimierungsmöglichkeiten in den Planungsprozessen für nachhaltige Stadtquartiere (z. B. Stellplatzsatzung im Bebauungsplan – Reduktion öffentlichen Parkflächen und Verlagerung in Tiefgaragen und Parkhäuser zugunsten des Fahrrad- und Fußgängerverkehrs)
• Erforschung und Demonstration zur Umsetzung innovativer Technologien für klimaneutrale Standquartiere (z. B. Planung eines Nahwärmenetzes mit Nutzung der industriellen Abwärme einer nahegelegenen Gießerei, Festsetzung im Bebauungsplan zur Installation von PV-Anlagen inklusive Gründacher)
• Reallabor-Zentrum und Ausstellung zur Demonstration der innovativen Technologien (z. B. semitransparentes PV-Lichtdach und Smarte Haustechnik)
• Sektorkopplung (Wärme, Strom, Mobilität)
• Digitale Quartiersplattform (z. B. App zum einfacheren Sharing u. a. von Elektrogeräten innerhalb des Quartiers oder zum bequemen Umstieg vom eigenen Auto auf ÖPNV)
• Entwicklung einer Energie-, Mobilitäts- und IKT-Infrastruktur inkl. Sozialwissenschaftlicher Begleitforschung

Das Projekt wird im Rahmen der Förderinitiative „Energieeffiziente Stadt/Solares Bauen“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Weitere Informationen zum Projekt unter: https://pfaff-reallabor.de/

Broschüre: Leuchtturmprojekt EnStadt:Pfaff – ZIELE – VISIONEN – THEMENFELDER

Text: Diana Berg, EnStadt:Pfaff Projektmanagerin bei der Stadt Kaiserslautern
Kontakt: pfaff-reallabor@kaiserslautern.de

Auf dem etwa 19 Hektar großen Areal des ehemaligen Nähmaschinenherstellers Pfaff wurde über 100 Jahre lang produziert und die Nähmaschinen weltweit exportiert. Nach der Insolvenz im Jahre 2009 erwarb die Stadt 2015 einen Großteil des Areals. Die ehemalige Industriebrache soll in den kommenden Jahren in das Stadtgefüge integriert und zu einem attraktiven Quartier im Zentrum von Kaiserslautern entwickelt werden.

Das Areal wird durch einen Bahndamm im Südwesten, der Königstraße im Süden und einer Felsabbruchkante im Norden begrenzt. Entlang der Pfaff-Achse sollen quartiersbildprägende Gebäude (u. a. Verwaltungsgebäude) erhalten werden, die zweckmäßig errichteten Industriehallen werden höheren Gebäudeblöcken weichen, sodass ein hoch urbanes Gebiet entsteht.
Eine Herausforderung bei der Entwicklung zum klimaneutralen Quartier stellt die hohe Altlastenproblematik dar. Bodenuntersuchungen zeigten an einigen Stellen Überschreitungen von gesetzlichen Grenzwerten u. a. im Bezug auf Schwermetalle und PAK (polycyclische aromatische Kohlenstoffe). Die hohe Urbanität des Quartiers bei gleichzeitiger Lage am Rande der Innenstadt führt zu einem hohen Energiebedarf innerhalb des neuen Quartiers bei eingeschränkten Möglichkeiten erneuerbare Energien vor Ort zu erzeugen (nur Photovoltaik möglich). Hierdurch ergibt sich eine Energiesenke, also ein Bereich indem deutlich mehr Energie benötigt als erzeugt wird. So muss zusätzlich Energie und Wärme aus dem Stadtgebiet oder Umland zugeführt werden.

Acht Partner*innen entwickeln, demonstrieren und optimieren unter Gesamtleitung der Stadt Kaiserslautern und wissenschaftlicher Leitung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) innovative Technologien. Als Reallabor konzipiert, werden neben technischen auch sozialwissenschaftliche Fragestellungen untersucht. Gemeinsam mit künftigen Investor*innen, Planer*innen sowie Bewohner*innen werden neue Lösungen entwickelt und optimiert sowie untersucht, wie diese sich besser in die Prozesse der Stadtplanung integrieren lassen.

Forschungsschwerpunkte sind:

• Entwicklung von beispielhaften Konzepten in den Sektoren Energie, Mobilität und Digitalisierung
• Entwicklung von Methoden und Werkzeugen zur zielgerichteten integrierten Quartiersplanung und Evaluierung der Vorteile eines solchen interdisziplinären und integrierten Forschungs- und Planungsansatzes
• Untersuchung von Optimierungsmöglichkeiten in den Planungsprozessen für nachhaltige Stadtquartiere (z. B. Stellplatzsatzung im Bebauungsplan – Reduktion öffentlichen Parkflächen und Verlagerung in Tiefgaragen und Parkhäuser zugunsten des Fahrrad- und Fußgängerverkehrs)
• Erforschung und Demonstration zur Umsetzung innovativer Technologien für klimaneutrale Standquartiere (z. B. Planung eines Nahwärmenetzes mit Nutzung der industriellen Abwärme einer nahegelegenen Gießerei, Festsetzung im Bebauungsplan zur Installation von PV-Anlagen inklusive Gründacher)
• Reallabor-Zentrum und Ausstellung zur Demonstration der innovativen Technologien (z. B. semitransparentes PV-Lichtdach und Smarte Haustechnik)
• Sektorkopplung (Wärme, Strom, Mobilität)
• Digitale Quartiersplattform (z. B. App zum einfacheren Sharing u. a. von Elektrogeräten innerhalb des Quartiers oder zum bequemen Umstieg vom eigenen Auto auf ÖPNV)
• Entwicklung einer Energie-, Mobilitäts- und IKT-Infrastruktur inkl. Sozialwissenschaftlicher Begleitforschung

Das Projekt wird im Rahmen der Förderinitiative „Energieeffiziente Stadt/Solares Bauen“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Weitere Informationen zum Projekt unter: https://pfaff-reallabor.de/

Broschüre: Leuchtturmprojekt EnStadt:Pfaff – ZIELE – VISIONEN – THEMENFELDER

Text: Diana Berg, EnStadt:Pfaff Projektmanagerin bei der Stadt Kaiserslautern
Kontakt: pfaff-reallabor@kaiserslautern.de